Cuba „Vivir mi Vida“

Schon länger war mein Wunsch, noch bevor die Amerikaner über Kuba hereinfallen, nach Kuba zu reisen um das ursprüngliche Kuba zu erleben.

Nachdem ich mich natürlich im Buchhandel mit Karten und Reiseführern ausgestattet, und mich im Internet schlau gemacht habe, konnte der Planung nichts mehr im Wege stehen.

Sehr zu empfehlen ist das Cuba-Conga PDF aus dem Internet, um sich mal ein Überblick zu schaffen wie Kubaner sich verhalten gegenüber Touristen.

Cuba Conga

Am 7. Juli 2015 war dann mein erster Schritt, das Buchen von einem Hotel in Habana das ich über Cuba Travel Network gemacht habe. Das Hotel Deauville, Calle Galiano y Malecón, Centro Habana Ciudad de La Habana, Cuba. Wir wollten die ersten 4 Nächte in Habana verbringen um uns etwas an das etwas andere „Klima“ zu gewöhnen.

Gleichzeitig habe ich den Flug bei Edelweiss, und ein Auto über eine Verleihung in Barcelona, Spanien mit dem Namen Cubacation mit Sitz in Barcelona gebucht. Mit dem Flieger war klar das die Buchung sicher ist, aber beim Auto haben wir bis zum Flughafen International José Martí in Kuba gezittert ob die je eine Buchung für uns haben, oder ob ich das Geld persönlich in Barcelona zurückholen muss. Aber siehe da alles hat wie am Schnürchen gepasst ausser das wir am Terminal II angekommen sind und die Vermietung im Hauptterminal sitzt. Kein Thema man nimmt sich einfach ein Taxi und fährt die ca. 5 Minuten zum Hauptterminal rüber. Nur zu dumm den die Taxi Chauffeure wissen das wir keine Ahnung haben was so eine Fahrt kostet. Also mehr als 3 CUC solltet ihr nicht dafür zahlen, nicht 6 CUC oder mehr wie sie es verlangen.

 

Aber zuerst geht es bei der Ankunft bekanntlich durch den Zoll, und gleich danach sollte man bei der Wechselstube anstehen die im Innenbereich des Terminals liegt. Es dauert lange bis ein ganzer Flieger Touristen ihre Währungen gewechselt haben. Wir haben noch beide Währungen gewechselt also CUP & CUC, was aber auf der ganzen Insel nicht notwendig gewesen ist da alles in der Touristenwährung CUC angeschrieben und gehandelt wird. Logo sie wollen ja etwas mit den Touristen verdienen.

Unser Flug von Zürich direkt nach Habana ist Pünktlich um 17:40 angekommen, aber da es schon der 26.11.2015 gewesen ist, hat es draussen schon bald nach der Ankunft eingedunkelt.

Nun sind wir bei der Autovermietung angekommen und wie ich schon erwähnt habe, ist unsere Reservierung hinterlegt gewesen dass mich so Glücklich gemacht hat, das wir den zwei Jungs von der Vermietung gleich die ersten Tafeln Schokolade aus der Schweiz gegeben haben. Natürlich auch mit dem Hintergrund das ich einen einfachen Ablauf bei der Vermietung habe.

Leider ist es schon Zappen Düster geworden in der Zwischenzeit und wir machen uns auf den Weg zum Malecón, wo unser Hotel sein sollte. Mensch ist das schwer in dem Land etwas zu finden wenn nicht mal die Strassen mit Wegweisern oder Ähnlichem angeschrieben sind. Es gibt ja auch ein Navi verbot in Kuba, da dieses als Militärisch gilt. Nur hat uns niemand danach durchsucht, also wäre es das einfachste gewesen ein Navi mitzunehmen von zu Hause.

Nach etlichen versuchen Richtung Habana City zu kommen, und von da zum Malecón, haben wir kurzerhand am Strassenrand angehalten bei ein paar einheimischen Mädchen, und nachgefragt wo es da wohl lang geht. Zu unserer Überraschung haben sich zwei Mädels entschlossen uns zu begleiten, was ihnen auch zu Gute kam da sie nicht auf den Bus warten mussten oder auf sonst eine Transportmöglichkeit wie das in Cuba üblich ist. Da gilt nämlich das Einheimische Personen am Strassenrand mitnehmen müssen. Touristen sind von dieser Regel eigentlich ausgeschlossen.

Wir haben das Hotel gefunden und haben eingecheckt. Es war nach Kubanischer Ansicht. ganz passabel. Und Parkieren konnten wir gleich vor dem Haupteingang. Der Parkwächter nimmt so gegen 3 CUC pro Nacht. Im Voraus hat es immer geheissen, nach Kuba muss man nicht um Kulinarische Gastronomie zu erleben. Wir haben aber Rausgefunden das dieses definitiv nicht der Wahrheit entspricht, wir haben überall super Gegessen und eine hervorragende Bewirtung gehabt.

 

So es ist morgen geworden, und nach einem super Frühstück mit frischen Früchten, Ei, Brötchen etc. geht es los die Stadt zu erkunden. Zuerst schlendern wir über den Malecón mit Blick auf das Fortaleza de San Carlos de la Cabaña Richtung Hafenbecken wo wir über verschiedene Monumente und Kolonialhäuser staunen können. Danach stechen wir in die Viertel von Vieja Havanna zum Plaza Vieja, Placa de Catedral, Capitol, Wer sich in Havanna auf die Spuren Ernest Hemingways begeben will, hat dafür mehrere Möglichkeiten. Der Schriftsteller war Stammgast in den Bars „El Floridita“ und „Bodeguita del Medio“, die auch heute noch kräftig von seinem Ruhm zehren. Hemingway soll den Spruch geprägt haben: „My mojito in La Bodeguita, my daiquiri in El Floridita.“ Gleich um die Ecke ist auch das Traditionelle Bacardi-Gebäude.

 

 

Natürlich wollten wir auch in eine oder die andere Tabakfabrik, Als die nächste bot sich gleich hinter dem Capitolio die Fabrik von Partagas an, die aber in Renovation gewesen ist, also kurz auf die Karte schauen und die nächste aussuchen die uns dann zu der H.Upmann geführt hat. Wer mehr als 50 Zigarren aus Kuba ausführen möchte, muss diese bei den Zollbehörden anmelden. Außerdem muss der rechtmäßige Erwerb der Ware durch eine Quittung eines autorisierten Händlers, der in der Vereinigung TABACO HABANOS vertreten ist, nachgewiesen werden. Wer diesen Nachweis nicht erbringen kann, und zum Beispiel von „Strassenhändlern“ kauft bekommt beim Zoll eventuell grosse Probleme.

Am nächsten Tag haben wir uns für eine City Tour entschieden mit dem Doppeldecker von HabannBusTour. So sind wir etwas in die vier Top Stadtbezirke Havannas: Altstadt Havanna, die Diplomatenviertel Vedado und Neu Vedado und das Stadtviertel Miramar gekommen. Man kann den Bus immer wieder verlassen und auf den nächsten aufsteigen, was wir aber nicht gemacht haben. Die Tour hat uns zum Plaza de la Revolución, den Cristóbal Colon-Friedhof auch die „Stadt der Toten“ genannt, und zurück zum Malecón gebracht.

Viñales

So noch kurz auschecken im Hotel und ab geht es über die „Autobahn“ Richtung Westen in die Provinz Pinar del Rio nach Viñales. Die Autobahn in Cuba ist ein Erlebnis sondergleichen. Da gibt es erst mal keine Abschrankungen auf der Seite wie bei uns. Wenn du denkst du fährst in die falsche Richtung, drehst du einfach um und fährst in Gegenrichtung bis du einen geeigneten Ort findest um die Fahrbahn zu wechseln. Auch Schubkarren und Pferde gibt es da auf den Autobahnen, und unter den Brückenpfeilern stehen etwa 10 – 20 Personen die mitten auf dem Fahrstreifen auf eine Mitfahrgelegenheit warten. Wir mit unserem klar ersichtlichen Mietauto sind eigentlich davon Befreit Mitfahrer mitzunehmen. Trotzdem werden wir angehalten von einem Polizisten der uns sehr höflich Fragt ob wir einen Tabakplantagen Mitarbeiter Richtung Viñales mitnehmen könnten. Also wieder ein „Navi auf zwei Beinen“! Er erzählt uns natürlich von „seiner“ Tabakplantage die wir uns natürlich kostenlos anschauen dürfen.

Zum Bild von Kuba gehören Zigarren einfach dazu und daher sollte man sich den Besuch einer Tabakfarm nicht entgehen lassen. Natürlich konnten wir hier auch direkt Zigarren probieren und kaufen. Aber wir haben uns ja schon in Havanna eingedeckt.

Komischerweise ist unser Mitfahrt – Gelegenheits – Tourguide auch aus Viñales gekommen, und wir haben ihn gleich auch da wieder mitgenommen. Natürlich kam im Gespräch die Frage auf ob er uns ein Casa Particular empfehlen kann, und so hat er sich auf den Weg gemacht nachdem er uns in das hübsche Paladar El Campesino zu Yuri & Nino gebracht hat. Kurze Zeit später kam er zurück und er hat es gut gemacht. Wir haben an einer kleinen Anhöhe unsere Übernachtungsmöglichkeit Preisgünstig bekommen. Viñales sollte man nicht nur auf Zigarren reduzieren.

Das ganze Tal steht unter dem Schutz der UNESCO und bietet enorm viele schöne Ausflugsmöglichkeiten. Einen kurzen Abstecher auf dem Weg nach Pinar del Rio haben wir beim Hotel Los Jazmines aus gemacht, das leicht erhöht am Hang gebaut ist und einen unglaublichen Blick auf die üppige Landschaft mit den seltsam geformten Erhebungen, Mogotes bietet. Wir konnten beim Vermieter von unserem Casa Particular eine Tour zu Fuss buchen, und haben mit dem Sohn des Hauses dieses grüne Paradies erkundet. Wir liefen an bunten Privathäusern vorbei, sahen Bauern bei der Arbeit und staunen darüber, was die Natur im Laufe der Zeit an bizarren Formen geschaffen hat. Natürlich durfte das durchlaufen einer Höhle bei einem Mogote nicht fehlen. Nach einem kurzen Halt an einem Badesee haben wir uns mit einem Mojito erfrischt. Eine der besten Arten dieses Tal kennenzulernen, und ist mit Sicherheit ein Highlight.

Einen Tag haben wir uns in unser Auto gesetzt und sind Richtung Norden gefahren um den Strand zu sehen der uns unsere Vermieterin empfohlen hat. Playa de Cayo Jutías ist ein wunderschöner weisser Sandstrand wie aus dem Bilderbuch. Da es sich um ein Sumpfgebiet handelt dürft ihr den Mückenspray nicht vergessen. (Wir haben ihn vergessen!)

Ab quer durch halb Cuba nach Cienfuegos

Dort angekommen hat es auch schon wieder leicht ein gedunkelt, uns so haben wir uns einen „Schlepper“ genommen auf dem Fahrrad der uns zu einem Casa Particular geführt hat. Das erste entsprach nicht unseren Wünschen dass wir ihm auch so gesagt haben. Gleiches Spiel von vorne und siehe da das zweite war ein schöne Location gleich an der Laguna del Cura. Ein grosses Zimmer mit riesigem Bad, eigenem Terrasse und Wäscheservice was wir für zwei Nächte gebucht haben. An die beiden Morgen gab es ein Reichhaltiges Frühstück auf der Terrasse mit allem was das Herz begehrt. Ausser der Butter die konnten wir gerne weglassen, obwohl sie einzeln Verpackt war hatte sie einen Ranzigen Geschmack.

Cienfuegos die Provinzhauptstadt wird auch oft die „Perle des Südens“ genannt, und das völlig zu Recht. Cienfuegos verfügt über einen wunderschönen Altstadtkern und viele prachtvolle Bauten aus der Kolonialzeit um den zentralen Parque Martí. Die riesige Statue des kubanischen Nationalhelden und der Triumphbogen am schönen Park zeugen vom enormen „Reichtum“ der Stadt, den sie durch den im 19. Jahrhundert durch den Zuckerhandel erlangten. Die Altstadt von Cienfuegos wurde 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Auch heute noch bestimmen Zucker und Tabak die Industrie der Stadt. Um Cienfuegos sieht man auch enorme Zuckerrohrplantagen. Bei einem Spaziergang an der Meerespromenade sieht man deutlich, wie sich die Stadt an die Bucht schmiegt.

Wir wollten das Castillo de Jagua anschauen und wir wussten dass es mit einem Schiff machbar ist nach Jagua zu fahren. Leider als wir uns erkundigten war das Schiff schon weg, aber es gebe ein Bus der nach Jagua fährt. Wir haben uns aber als wir gesehen haben wie viele Leute das für den Bus anstehen für unseren Mietwagen entschieden.

Trinidad

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So morbide Havanna ist, so bunt und charmant ist Trinidad. Auch hier fanden wir wunderschöne Kolonialbauten, die perfekt erhalten sind. Die engen Gassen mit ihren Kopfsteinpflastern lässt man sich am besten mit der Kubanischen Musik aus den Wohnungen und Restaurants tief in die entspannte Atmosphäre dieses Örtchens treiben.

Unsere Vermieterin hat uns den Aussichtspunkt Cerro de la Viga empfohlen um einen grandiosen Ausblick auf die Bucht von Trinidad und die Stadt zu geniessen. Geschafft haben wir es aber nur bis zur Discoteca Las Cuevas, die wir auch am Tage für 2 CUC besuchen konnten. Schon faszinierend das es sowas gibt, bei uns wäre die Sicherheit, der Natur und Heimatschutz etc. schon längstens vor Ort.

 

 

Gleich um die Ecke von unserem Casa hatte es eine Tabakfabrik die wir besuchen konnten, um den Arbeitern direkt bei der Zigarren – Produktion zu sehen.

Getanzt haben wir natürlich auch an der Treppe vor dem Casa de la Músíca inklusive eines Salsa Life Konzertes.

Der Zufall will es und wir treffen im Restaurant Las Ruinas de Segarte auf zwei Schweizer ein Papa mit seinem Sohn. Wir Quatschen fast den ganzen Nachmittag zusammen über Cuba und die Eindrücke die wir und sie bekommen haben. Rausgefunden im Gespräch haben wir auch das der Papa die Bergparty vom Harley Indian Club Schweiz (HICS) kennt, und haben ihn auf dem Achenberg in diesem Jahr wieder getroffen.

Bald sind die unsere zwei Wochen Urlaub schon fast um und wir machen uns auf den Weg Richtung Havanna. Wir queren die Insel über Sancti Spiritus, Cabaiguan, Autopista Naçional, Esperanza, Santa Domigo, Colon bis nach Matanzas wo wir eigentlich wieder ein Casa Particular suchten, leider fanden wir den Ort Mantanzas nicht so schön und habe uns Richtung Halbinsel Varadero gemach. Laut unserem Führer sind die Preise auf der Halbinsel etwas teurer als sonnst.

Nach etwa dem zweiten Casa das wir angeschaut haben sind wir fündig geworden bei einem älteren Ehepaar. Uns störte auch nicht das wir mitten durch ihre Wohnstube laufen mussten wenn wir das Haus verlassen wollten. So ist es nun halt mal auf Cuba. Die Vermieter waren so Herzlich das wir auch ihnen kleine Souvenirs aus der Schweiz dagelassen haben und sie sich enorm darüber gefreut haben.

Alles hat ein Ende 😦

Auf bald wieder „Viva la vida“

 

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